Beratung und Information
* bei Partnerschaftskonflikten, die auf das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen /religiösen Hintergrund zurück zu führen sind* bei rechtlichen Problemen (Aufenthalts- und Ausländerbeschäftigungsrechtliches, Staatsbürgerschaftsrecht, Ehe- und Familienrechtliches, usw.)
* im Fall von Diskriminierungen durch Behörden, am Arbeitsmarkt oder durch das soziale Umfeld (Verwandte, Freundeskreis, Nachbarschaft, etc.)
* bei Fragen zur Eheschließung (Voraussetzungen, Beglaubigung von Dokumenten, etc.)
* bei sozial bedingten Problemen des Partners/der Partnerin (z.B. Schwierigkeiten
* bei der Integration in den Arbeitsmarkt)
* bei Fragen zu den gesellschaftlichen/rechtlichen und kulturellen Gegebenheiten im Herkunftslands des Partners/der Partnerin
* bei Fragen zur bikulturellen Erziehung der Kinder (Zweisprachigkeit, Religion, Vermittlung von Normen und Werten, usw.)
* im Fall einer Trennung oder Scheidung
Geschichte
Entstanden ist die Fraueninitiative bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften - Fibel - aus einer SPÖ-Diskussionsgruppe und der Empörung über das Buch "Nicht ohne meine Tochter" sowie dem Protest gegen das restriktive Fremdengesetz Anfang der 90er-Jahre. Die rechtliche Lage besserte sich mit der Reform 1997 – und hat sich seit Jänner 2006 wieder drastisch verschlechtert. Dies betrifft insbesondere Paare, von denen ein Teil aus einem Drittstaat (Staaten außerhalb der EU) kommt.
Aus der ursprünglichen Selbsthilfegruppe hat sich der „Verein Fibel – FrauenInitiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften“ entwickelt, der seit Herbst 1994 auch Beratungen, Offene Gruppen, Veranstaltungen für Menschen in bikulturellen Beziehungen anbietet.
Im Jahr 2008 wurde die Fibel 15 Jahre alt - Anlass genug für einen Rückblick auf die Meilensteine und Highlights unserer Tätigkeit.
Hier einige Meilensteine:
25. April 1993 - Vereinsgründung durch Sylvia Leodolter und Nurten Yilmaz
10. November 1993 - erste Generalversammlung
13. Dezember 1993 - Hotline zum Ausländerrecht
1993 - erste Förderung durch die Stadt Wien (MA 57)
29. Mai 1994 - Fibel-Fest im "ega" (hier hat die Fibel zunächst "Asyl" erhalten)
8. Juni 1994 - erster Fibel-Vortrag: "Bikulturelle Partnerschaften und Islam"
September 1994: Fibel bekommt eigene Räume und zieht in die Heinestraße 43; Beginn der Beratungstätigkeit - Petruska Krcmar und Gertrud Schmutzer sind von Anfang an dabei!
1995: Fibelines - ein Infoblatt der Fibel erscheint zum ersten Mal
1996: Fibel Handbuch erscheint: "Über Grenzen denken und leben" - Präsentation im ega
1996: Fibel nimmt an der ECB-Konferenz in Paris teil (Europäische Konferenz Binationaler Partnerschaften)
1998: erste Fibel-Homepage - www.verein-fibel.at
24. und 25. September 1999: ECB-Konferenz in Wien mit dem Thema "Kommunikation in bikulturellen Familien und Partnerschaften"
1999: Fibel-Film entsteht im Rahmen eines Medienprojektes und wird im ORF (Heimat Fremde Heimat) gezeigt
2000: Forschungsprojekt und Buch "Die Liebe in den Zeiten der Globalisierung" (mit Univ. Prof. Dr. Dietmar Larcher)
2001: Fibel arbeitet am EU-Kooperationsprojekt "fabienne" mit; Fibel Teilprojekt:
"Familienleben im Ausnahmezustand"
2002: Binationale Eheschließungen erstmals über 20 Prozent aller Eheschließungen in Österreich, starker Zuwachs an Beratungen; engere Zusammenarbeit mit ZARA (Rassismus-Report)
2003: seit Jänner 2003 erstmals 3 jährige Förderverträge der die Stadt Wien (MA 57)
18. Juni 2004: Fibel feiert anlässlich des 10 jährigen Bestehens als Beratungseinrichtung ein "Geburtstagsfest" im ega
2004: Der Verein erhält für seine Tätigkeit den Preis "Dr. Karl Renner Stiftung" der Stadt Wien
18. bis 20. November 2005: ECB-Konferenz in Wien - Schwerpunkt bildete die immer schwieriger werdende Rechtslage für binationale Paare in der EU - Fibel-Diskussionsveranstaltung: "Binationale Paare unter Generalverdacht - Menschenrecht Partnerwahl"
seit 2006: massive Zunahme der Beratung in Folge der Verschärfung des Fremdenrechtspakets (NAG 2005 - Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetze; seit 1.1.2006 in Kraft) - Fibel
Grundsatzpapier zum NAG 2005
22. November 2007 - Fibel ist Mitveranstalter der Diskussionsveranstaltung "FremdenUnrecht - Am Beispiel der Probleme binationaler Ehen und Lebensgemeinschaften" (Veranstalter FSG-Gruppe der MitarbeiterInnen der AK Wien)
am 7. November 2008 wurde den beiden Fibel-Mitarbeiterinnen Mag. Petruska Krcmar und Gertrud Schmutzer vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur das Bundes-Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. ![]()
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Wir über uns
Rund ein Fünftel aller Eheschließungen in Österreich sind binational. Das bedeutet, dass binationale und bikulturelle Paare und Familien ein unübersehbarer Teil der gesellschaftlichen Realität sind - und bei weitem keine „exotische" Ausnahmeerscheinung.
Sie sind so „normal" wie andere Partnerschaften und Familien, und sie sind ebenso sehr oder so wenig „problematisch" wie es andere sind.
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