Fremdenfantasien und Gegenbilder

Imaginationen über "fremdkulturelle" Frauen und Männer aus der Sicht von ÖsterreicherInnen in interkultureller fremdenbilderPartnerbeziehungen


Der "orientalische Familientyrann", die "fügsame Dritte-Welt-Frau" oder der "exotisch-erotische" afrikanische Mann zählen zu jenen Fremdenfantasien, die in den Diskursen der Medien, der Politik aber auch des Alltags ihren festen Platz haben. Nur selten werden solche essentialistischen Darstellungen hinterfragt. Wie aber werden sie von Menschen interpretiert, die mit "Fremden" in einem Naheverhältnis leben einheimische Angehörige interkultureller Partnerbeziehungen und Familien? Die Autorin Gertrud Schmutzer geht davon aus, dass diese in Österreich wachsende Bevölkerungsgruppe aufgrund der Authentizität ihres interkulturellen Erfahrungswissens besonders befähigt ist, sich derartigen Fantasiebildern argumentativ zu widersetzen. Vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen und Beobachtungen in ihren interkulturellen Beziehungen sowie im familiären Umfeld im Herkunftsland ihrer PartnerInnen erläutern die österreichischen InterviewpartnerInnen, was sie der gängigen Sicht auf "fremde" Männer und Frauen entgegenzuhalten haben.

Autorin: Gertrud Schmutzer, Mag.ª phil., Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Kultur- und Sozialanthropologie/Afrikanistik an der Universität Wien. Autorin von Studien und Publikationen zu interkulturellen Beziehungen; seit 1994 Mitarbeiterin der Fraueninitiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften (FIBEL) in Wien

erschienen im Vdm Verlag Dr. Müller, 2010; ISBN 9783639125146



Die Liebe in den Zeiten der Globalisierungthumb_Liebe_buch

Konstruktion und Dekonstruktion von Fremdheit in interkulturellen Paarbeziehungen

Die Zeit in der wir leben öffnet viele Grenzen, bringt vieles in Bewegung, wirbelt Menschen durcheinander. Streng definierte Kategorien, darunter auch "das Eigene" und "das Fremde" verlieren an Bedeutung. Anhand mit Interviews mit dreißig interkulturellen Paaren wird in diesem Buch gezeigt, daß der Kulturmix, der logischerweise in solchen Partnerschaften entsteht, ein permanenter Prozeß der Auseinandersetzung ist, in dem die traditionellen Geschlechterrollen genauso in Frage gestellt werden müssen wie die kulturspezifischen Konzepte der Liebe und Partnerschaft.

Autor:
Dietmar Larcher, Mag. Phil., Dr. phil., habilitiert in Curriculumtheorie, Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer. In Büchern, Projekten und zahllosen Aufsätzen beschäftigt er sich mit den psychosozialen Aspekten der Mehrsprachigkeit, der Fremdheit und der interkulturellen Bildungsforschung.

Unter Mitarbeit von Petruska Krcmárová, Ruth Krcmár und Gerti Schmutzer
Erschienen bei: Drava Verlag Klagenfurt/Celovec, 2000,  ISBN 3-85435-331-6

Familienleben im Ausnahmezustand


Die Fibel-Publikation "Familienleben im Ausnahmezustand" beruht auf den Ergebnissen des EU-Forschungsprojektes Fabienne, das im Rahmen der "vorbereitenden Maßnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung von Diskriminierung gemäß Artikel 13 des EU-Vertrages" gefördert und durchgeführt wurde. Der erste Teil der Publikation befasst sich mit Diskriminierungserfahrungen sowohl im privaten als auch institutionellen Bereich. Ein weiterer Teil ist den Folgen gewidmet, welche die angstmachende Hetze im öffentlichen Diskurs bewirken kann. Der letzte Teil befasst sich mit der Frage, welche Maßnahmen in institutionellen und gesellschaftlichen Bereichen zu treffen sind, um möglichst allen Formen von Diskriminierung und rassistisch motivierten Übergriffen vorzubeugen.
Erschienen im November 2001 im Eigenverlag,  zu bestellen direkt bei der Fibel 
(auch  Download möglich)

Über Grenzen denken und leben
Ein Hand- und Lesebuch für bikulturelle Partnerschaften. Fibel_hanndbuchDieses kleine Buch ist der erste Versuch der "Fibel-Frauen" einen Einblick in die oft spannenden, manchmal verwirrenden, aber stets bereichernden Erfahrungen eines Lebens mit und zwischen zwei Kulturen zu gewähren. Es bietet neben dem Versuch, eine anwendbare Kulturtheorie zu finden, eine Reihe von Erfahrungsberichten von und über bikulturelle Paare. Darüber hinaus beinhaltet das Handbuch eine Auseinandersetzung mit den häufigsten Klischeebildern und Vorurteilen über und gegen in bikulturellen Partnerschaften lebende Frauen, sowie Überlegungen dazu, warum das "bikulturelle Traumschiff" manchmal untergeht, und letztendlich auch eine Empfehlung, solch einen wertvollen, weil gelebten Versuch zur Integration zu wagen.
Erschienen im August 1996 im Eigenverlag,  zu bestellen direkt bei der Fibel